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Niederschlagssysteme und Beispiele
Gewitterlinien:
Eine Gewitterlinie ("squall line") nennt man die Anordnung von einzelnen Gewitterzellen
in einem langgestreckten Band. Sie entstehen meist an Luftmassengrenzen oder Konvergenzlinien und
ähneln vom Erscheinungsbild her einer sommerlichen Kaltfront.
Auf der Vorderflanke des Systems
kann in vielen Fällen durch den Kaltluftausbruch eine Böenfront mit sehr hohen
Windgeschwindigkeiten beobachtet werden.
Die horizontale Ausdehnung von Gewitterlinien kann sehr groß sein mit einem nachfolgenden
stratiformen Niederschlagsgebiet. In diesem Fall spricht man von einem mesoskaligen konvektiven
System (MCS).
Durch starke Niederschläge, oft verbunden mit Hagel, und den hohen Windgeschwindigkeiten im Bereich
der Böenfront führen Gewitterlinien häufig zu schweren Schäden.
Gewittelinien erkennt man im Radarbild als Linie aus einzelnen, vertikal hochreichenden Zellen
mit hohen Reflektivitäten. Ab einer Reflektivität von ca. 55 dBZ kann Hagel auftreten.
Folgt diesem Gebilde ein Niederschlagsfeld mit mäßigen Intensitäten
bzw. Reflektivitäten nach, hat man es mit einem MCS zu tun.
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