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Niederschlagssysteme und Beispiele
Superzellen:
Superzellen sind im eigentlichen Sinne Einzelzellen
in sehr großen Dimensionen mit sehr
hohen Vertikalgeschwindigkeiten (10 - 40 m/s). Sie bilden sich
in einer Umgebung mit großer potentieller Instabilität und einer starken vertikalen Windscherung
(Drehung der Windrichtung). Dementsprechend kommt es im Rheintal durch die Winddrehung in den unteren Schichten
(Kanalisierung) immer wieder zur Bildung von Superzellen.
Charakteristisch ist der rotierende Aufwindbereich (Mesozyklone) und die Zonen mit
starken Abwinden. In diesem Aufwindbereich kann sich schlie&szli;lich auch ein Tornado bilden.
Die vertikale Erstreckung reicht in der Regel bis an den Rand der Tropopause. Dort findet sich
ein weit nach vorne ausladender Ambos.
Im Lauf der Entwicklung kommt es häufig zu einer Zellteilung, bei der eine der Zellen
eine deutlich andere Zugrichtung gegenüber dem mittleren Wind aufweist (rechts- und linksziehende Zellen).
Die Lebensdauer von Superzellen ist sehr hoch (einige h). In den meisten Fällen sind sie begleitet
von heftigen Starkniederschlägen und schwerem Hagelschlag.
Superzellen sind im Radar als einzelne, große Zellen zu erkennen. Typisch ist die hohe vertikale
Erstreckung der Reflektivität mit einem Ausladen nach vorne (Ambos).
Ausserdem deutet eine lange Lebensdauer einer Einzelzelle auf die Existenz einer
Superzelle hin.
Ein Tornado ist aufgrund seiner starken Zirkulation in den
Dopplergeschwindigkeiten
des Radars an der kleinräumigen Windrichtungsänderung erkennbar.
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