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Ein
kleines ABC der Radar-Meteorologie
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Anaprop-Echos
Nach englisch
'anomalous propagation', also 'anomale Ausbreitung'.
Wenn die Radarstrahlung an bestimmten Atmosphärenschichten wie z.B.
Temparatur- und/oder Feuchte Inversionen stärker als üblich gebrochen
wird, kann der Strahl auch noch an manchen Stellen den Erdboden erreichen
und Bodenechos erzeugen, an denen das sonst nicht möglich ist. Meist
werden auch die sonst üblichen Bodenechos verstärkt. Beide Phänomene
fasst man unter dem Begriff Anaprop-Echos zusammen.
Anaprop Echos treten vor allem in sog.
Strahlungsnächten auf, wenn die bodennahe Schicht durch Ausstrahlung stark auskühlt.
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| Normale Bodenechos: Deutlich erkennt man in diesem Bild die Bodenechos der Hügelzüge entlang der Rheinebene.
Zwischen Mannheim und Kaiserslautern zeichnet sich die Kante des Pfälzer Waldes ab und zwischen Karlsruhe und Pforzheim
erkennt man die Kraichgaukante, die sich bis Mannheim hochzieht. Südlich des Radars (Kreuz in der Bildmitte) ist der Schwarzwald zu sehen.
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| Massiv verstärkte Bodenechos durch anomale Ausbreitung. Dies ist vor allem in der Rheinebene am Radarstandort
und in der Gegend um Mannheim, Darmstadt und Frankfurt gut zu erkennen. Im Beispielbild ohne Anaprop Echos sind dort keine oder nur wenig
Bodenechos zu sehen. In der Region um Strassburg herum sind bereits die ersten, von Südwesten heranziehenden Niederschlagsechos zu sehen
(erkennbar vor allem an den höher reichenden Echos in den Aufrissen). Der radiale Strahl Richtung Heilbronn ist das Signal der aufgehenden Sonne.
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